(FAQ's) - Häufig gestellet Fragen - Medientechnik

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Was sind die Vorteile/Nachteile eines LCD-Projektors?

Flüssigkristallprojektoren (LCD) funktionieren im Prinzip wie Diaprojektoren, anstelle eines Dias haben sie jedoch kleine, transparente Flüssigkristallelemente. Besonders hochwertige Geräte verwenden drei LCD-Elemente – für jede Grundfarbe eines –, deren Projektion über ein speziell angeordnetes Projektionssystem mit dichroitischen Spiegeln zu einem Bild zusammengefügt wird. Dadurch kann in jedem Bildpunkt jede Farbe erzeugt werden. Bei preiswerteren Geräten mit nur einem Flüssigkristallelement werden die drei Grundfarben nebeneinander dargestellt, was zu einem gröberen Bildeindruck führt.

Vorteile:

  • Relativ preiswert
  • Gute Lesbarkeit bei Texten und Grafiken durch die scharfe Abgrenzung der Bildpunkte
  • Klein und leicht
  • Einfache Einrichtung

Nachteile:

  • die scharf abgezeichnete Pixelstruktur („Fliegengitter“) kann sich störend auswirken
  • feste Auflösung des Eingangssignals erforderlich (ansonsten mitunter qualitätsmindernde Skalierung nötig).
  • Nachziehen des Bildes (durch die Trägheit der LCDs, die allerdings durch die geringe Größe der Panels trotzdem noch wesentlich geringer ist als z. B. bei Notebook-LCDs).
  • LCD-Memory-Effekt (Einbrennen) Werden Stellen zu lange mit zu hellen Bildern angeregt (z. B. Eislaufbahn), so werden diese Stellen langsam permanent dunkel. So können sich z. B. Senderlogos von Fernsehsendern permanent einbrennen.
  • Geräuschentwicklung durch Lüfter.
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Ansprechpartner: Claus Magin (http://www.peaknet.de)
Was sind die Vorteile/Nachteile eines DLP-Projektors?

Als Bildwandler eines DLPTM-Projektors (Digital Light Processing) kommt ein Digital Micromirror Device (DMDTM) zum Einsatz, ein Integrierter Schaltkreis, auf dem sich für jeden einzelnen Bildpunkt ein winziger, durch einen elektrischen Impuls kippbarer Spiegel befindet. Die Bilderzeugung erfolgt durch das gezielte Ansteuern der Kippspiegel, so dass das Licht in Richtung der Projektionsoptik geleitet oder abgelenkt wird. Da diese Art der Bilderzeugung nur die zwei Zustände an und aus kennt, müssen Helligkeitsabstufungen durch entsprechend schnelles Pulsieren erreicht werden. Die DLP-Spiegel schalten bis zu 5000 Mal pro Sekunde.

Die meisten Geräte verwenden zur Erzeugung eines Farbbildes ein schnell rotierendes Farbrad, wobei mit einem DMD nacheinander alle drei Grundfarben projiziert werden.
Bei Projektoren für den professionellen Bereich (z. B. Kino) kommen drei separate Bildwandler-Schaltkreise (DMD) zum Einsatz.
LED-Beamer schalten die Farben elektronisch um.

Vorteile:

  • Sehr hohe Geschwindigkeit, dadurch kein Nachleuchten/Nachziehen des Bildes
  • Kein Einbrennen des Bildes (z. B. bei Computerspielen)
  • Höherer Kontrast (durch das tiefere Schwarz) als beim LCD-Projektor
  • Weniger stark ausgeprägte Pixelstruktur als bei LCD-Projektoren

 

Nachteile:

  • Auflösung des Eingangssignals sollte für eine gute Bilddarstellung der Ausgabe-Auflösung entsprechen.
  • Regenbogeneffekte bei einigen Geräten mit Farbrad, wenn das Farbrad keine hohe Umdrehungsgeschwindigkeit hat (herstellerabhängig).
  • Bei der Darstellung bestimmter, einzelner Grau-/Farbwerte kann es zu einem sichtbaren Flimmern kommen.
  • Farbtreue ist mitunter nicht gegeben. Insbesondere haben DLP-Projektoren ein Problem, sattes Grün darzustellen und auch alle Rot- und Orange-Farbtöne. Dies betrifft hauptsächlich die Consumer-Geräte (Ein-Chip-DLP), da bei diesen die Farbrad-Technik zum Einsatz kommt.
  • Geräuschentwicklung durch Lüfter und Farbrad
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Wie ist der optimale Betrachtungsabstand bei einem Projektor?

Der optimale Betrachtungsabstand hängt unter anderem von Projektionstechnik und Auflösung ab. Als grober Richtwert gilt das 1,6 bis 1,8fache der projizierten Bilddiagonale. Ein Blickfeldwinkel von 30° ist aus ergonomischer Sicht optimal.

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Gibt es bald Laser-Projektoren?

Ja! Die bis heute nicht marktreif entwickelte Technik setzt auf die Bildprojektion durch drei farbige Laser, die das Bild wie bei einer Fernsehröhre zeilenweise auf die Projektionsfläche schreiben. Die Ablenkung erfolgt dabei durch rotierende Spiegelräder. Alternativ gibt es auch Ansätze, bei denen der Laserstrahl aufgefächert und mit einem herkömmlichen Bilderzeuger (z. B. LCOS) kombiniert wird. Die Geschichte des Laser-TV ist in Deutschland insbesondere von der ehemaligen Schneider AG bestimmt worden, die das vom Institut für angewandte Optik in Gera entwickelte Verfahren zur Serienreife bringen wollte, aber im Jahre 2002 mit der Insolvenz des Unternehmens ihr vorläufiges Ende fand. Inzwischen (10.2005) gibt es Versuche von der Firma Zeiss, die Laserprojektion in Planetarien zu verwenden. Hierbei wird eine ganze Halbkugel ausgeleuchtet (360°×180°).


Vorteile:

  • enorme Lichtstärke.
  • nahezu beliebig große und geformte Projektionsflächen.
  • keine Fokussierung nötig.
  • großer Gamut durch monochromatisches Licht.
  • riesige Distanzen können leicht überbrückt werden.
  • kein Einbrennen.
  • Geräte können um ein Vielfaches kleiner und leichter (und damit auch unempfindlicher) sein als die bisherigen Systeme.
  • Durch den Einsatz von Festkörperlasern sehr niedriger Stromverbrauch

Nachteile:

  • Speckle-Effekt des Lasers.
  • Bis heute nicht serienreif.
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Was versteht man unter ANSI-Lumen?

ANSI-Lumen ist die Abkürzung für American National Standards Institute. ANSI ist eine amerikanische Organisation (Mitglied der ISO), die einheitliche Regelungen/Normen erstellt und deren Einhaltung überwacht. ANSI-Standards sind weltweit anerkannt.

In der Projektionstechnik sind insbesondere die Normen für die Berechnung der Bildhelligkeit in Lumen interessant. Bei diesem Verfahren wird auf der Leinwand nach definierten Normvorschriften (ANSI) die Lichtreflexion von 9 Punkten gemessen und daraus der mathematische Durchschnittswert ermittelt. Je größer der Wert, desto heller das projezierte Bild. Lumen=Lux/m2.

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